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Füllfarbe von COLOURLOCK

(1 products)
Die Füllfarbe von COLOURLOCK ist pigmentfreies Bindemittel statt Farbe: COLOURLOCK "Binder" (Neutral) kriecht in mürbe, mikrorissige Deckschichten auf pigmentiertem Glattleder, verklebt lose Fasern elastisch von innen und macht Sitzwangen, Einstiegskanten und Lenkradkränze wieder tragfähig für Lederfarbe und Top Coat. Erhältlich als 250 ml und als 1000 ml / 1 Liter, aus der Lederreparatur-Praxis seit 1995, heute unter dem Dach von Koch-Chemie.

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  • Koch-Chemie × COLOURLOCK

    COLOURLOCK "Binder" (Neutral) — neutralny wypełniacz do kruchej, popękanej skóry

    Neutral Leather Primer for preparation during repairs

    In stock (6× Neutral / 1000 ml / 1 liter · 3× Neutral / 250ml)
    From 22,07€ 23,28€
    Inhalt: 250mlUnit price (88,28€ / l)
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  • Brüchiges Leder stabilisieren mit der Füllfarbe von COLOURLOCK

    Was ist die Füllfarbe von COLOURLOCK? Ein pigmentfreies Bindemittel für mürbe, mikrorissige Lederoberflächen: COLOURLOCK "Binder" (Neutral) kriecht in die geschwächte Deckschicht von pigmentiertem Glattleder, verklebt lose Fasern elastisch von innen und macht die Fläche wieder tragfähig für Lederfarbe und Top Coat.


    Füllfarbe ist der Arbeitsschritt zwischen Grundierung und Farbe: ein pigmentfreies, hochelastisches Bindemittel, das eine brüchig gewordene Lederoberfläche flächig wieder zusammenhält. Der Name führt in die Irre — gefärbt wird damit nichts. Die Füllfarbe füllt Mikrobrüche im vorhandenen Pigmentschluss, bindet ausgefranste Fasern ein und schafft damit den Untergrund, auf dem eine Lederfarbe später überhaupt gleichmäßig decken und dauerhaft haften kann. Bei COLOURLOCK übernimmt diese Aufgabe der neutrale Binder.

    • Pigmentfrei, deshalb unsichtbar. Die Füllfarbe enthält kein Farbmittel und verändert weder Farbton noch Glanzgrad. Heißt für dich: Du kannst sie auf eine Fläche legen, die farblich noch in Ordnung ist, und siehst danach keinen Unterschied — außer dass sich die Oberfläche wieder geschlossen und ruhig anfühlt statt rau und faserig.
    • Kriechfähig statt schichtbildend. Ein Füllstoff legt Masse obenauf, dieses Bindemittel zieht ein. Es dringt in die aufgebrochene Deckschicht ein, umschließt lose Pigmentpartikel und verklebt sie flexibel miteinander — die Reparatur passiert unter der Oberfläche, nicht auf ihr. Merkst du daran: Die Narbung bleibt sichtbar, nichts wirkt zugeschmiert.
    • Elastisch genug für den Faltenwurf. Wasserbasierte Polyurethan-Bindemittel für Leder erreichen Bruchdehnungen jenseits von 170 Prozent, also weit mehr als das Anderthalbfache ihrer eigenen Länge. Praktisch: Die stabilisierte Fläche macht jedes Einsteigen und jede Lenkbewegung mit, statt beim ersten kalten Morgen als feines Netz wieder aufzureißen. Erhältlich als 250 ml und als 1000 ml / 1 Liter.

    Praxistipp von Detailing1: Der häufigste Fehler steckt schon im Wort Füllfarbe — viele erwarten eine Spachtelmasse und tragen entsprechend dick auf. Genau das kippt das Ergebnis: Eine satte Lage trocknet außen zu, bleibt innen weich, wird gummiartig und reißt später schneller als das Leder darunter. Bei uns landen regelmäßig Anfragen von Kunden, deren nachgearbeitete Sitzwange nach ein paar Wochen wieder feine Risse zeigte, und fast immer war die erste Schicht zu satt. Richtig ist das Gegenteil: mit Schwämmchen, Tupfer oder Pinsel hauchdünn auftragen, kurz antrocknen lassen, nächste Lage. Zwei dünne Lagen tragen mehr als eine dicke — und wenn die Fläche nach der zweiten Lage noch instabil wirkt, kommt eine dritte, keine dickere.


    Füllfarbe bringt keinen Farbton, sie bringt Halt

    Wenn Leder altert, verschwindet zuerst die Farbe und dann der Zusammenhalt. Die Füllfarbe kümmert sich um den zweiten Teil — den, den man erst sieht, wenn man ihn anfasst.

    Pigmentiertes Glattleder trägt eine dünne, geschlossene Deckschicht auf der Narbung. Sonne, Reibung und Hautfett greifen dieses Polymer über Jahre an: Es wird spröde, verliert die Bindung zu den Fasern darunter und bricht mikroskopisch auf. Sichtbar wird das lange bevor ein echter Riss entsteht — als matte, raue Zone an Sitzwange, Einstiegskante oder Lenkradkranz, die sich stumpf und leicht faserig anfühlt. Fährt man mit dem Finger darüber, hakt es minimal.

    Genau hier setzt das Bindemittel an. Es ist eine wasserbasierte Dispersion, also feinste Polymerteilchen, die in Wasser schweben. Nach dem Auftrag verdunstet die Wasserphase, und die Teilchen fließen zu einem zusammenhängenden Film zusammen — Filmbildung nennt die Lackchemie das. Weil dieses Bindemittel dünnflüssig und kriechfähig eingestellt ist, passiert das nicht nur oben auf der Fläche, sondern in den aufgebrochenen Zwischenräumen der alten Deckschicht. Übersetzt: Es wirkt wie ein Klebstoff, der von innen wieder zusammenzieht, was auseinandergedriftet ist.

    Der Zeitpunkt entscheidet über den Aufwand. Eine Fläche, die nur mürbe ist, braucht zwei bis drei dünne Lagen und ist danach wieder tragfähig. Dieselbe Fläche ein Jahr später, mit sichtbaren Haarrissen und ausgefransten Kanten, braucht zusätzlich Füllstoff, Zwischenschliff und meist eine komplette Neufärbung von Naht zu Naht. Wer den rauen Griff früh ernst nimmt, spart sich die aufwendige Stufe.

    Der neutrale Binder ist das Bindemittel dieser Kategorie

    In dieser Kategorie steht ein Produkt, und es hat bewusst nur eine Aufgabe: COLOURLOCK "Binder" (Neutral).

    Neutral heißt hier ohne jedes Pigment. Der Binder verändert die Farbe der Fläche nicht, er hellt nicht auf, er dunkelt nicht nach, und er verschiebt den Glanzgrad nicht in Richtung speckig. Das ist der Grund, warum er auch dort funktioniert, wo du gar nicht umfärben willst: Eine dunkle Ledercouch mit rau gewordener Sitzfläche lässt sich stabilisieren, ohne dass danach ein Farbtreffer gesucht werden muss.

    Seine typischen Einsatzzonen sind die, an denen Kleidung dauerhaft scheuert. Im Auto sind das Fahrer-Sitzwange, Einstiegskante, Armauflage und Lenkradkranz; an Möbeln die Vorderkante der Sitzfläche und die Armlehnen; bei Taschen, Gürteln und Lederjacken die Knick- und Griffzonen. Überall dort ist die Deckschicht zuerst mürbe, während der Rest der Fläche noch tadellos aussieht.

    Zwei Gebinde decken die realistischen Projektgrößen ab. Die 250 ml sind das Format für eine einzelne Wange, ein Lenkrad oder eine Sofakante — mit Reserve für den zweiten Durchgang, den es fast immer braucht. Der Liter ist die Werkstattgröße für komplette Sitzanlagen, die flächig stabilisiert werden, bevor der Druckluftsprüher zum Einsatz kommt. Aus unserer Erfahrung liegen Selbstanwender mit dem kleinen Gebinde fast immer richtig: Der Binder wird dünn verarbeitet, und eine angebrochene Flasche hält frostfrei gelagert lange.

    Füllfarbe, Füllstoff und Lederfarbe lösen drei verschiedene Schäden

    Drei Produktgruppen, die alle nach Reparatur klingen, arbeiten an drei völlig verschiedenen Problemen. Wer sie verwechselt, arbeitet am falschen Schaden.

    Die Füllfarbe ist für flächige Mürbheit zuständig. Kein Materialverlust, keine Löcher — die Substanz ist noch da, sie hält nur nicht mehr zusammen. Das ist der Fall, bei dem der Fingernagel nirgends hängen bleibt, sich die Fläche aber rau anfühlt und beim Drücken leicht knistert.

    Die Leder-Füllstoffe sind für den umgekehrten Fall da: echter Materialverlust. COLOURLOCK "Filler" (Black) und COLOURLOCK "Filler" (White) bringen elastische Masse in Krater, Kerben und durchgescheuerte Stellen und werden nach dem Trocknen fein geschliffen. Bleibt dein Fingernagel in einer Bruchkante hängen, ist Füllstoff dran — kein Bindemittel. Für tiefere, wärmehärtende Aufbauten steht daneben die Spachtelmasse.

    Die deckende Lederfarbe bringt schließlich Pigment. COLOURLOCK "Leather Colour" baut in dünnen Lagen eine neue Farbschicht auf, wenn vom Originalton nichts mehr übrig ist. Sie repariert nichts, sie deckt — und sie deckt nur dauerhaft, wenn die Fläche darunter trägt.

    Daraus wird eine kurze Wenn-dann-Logik. Wenn die Fläche rau, aber vollständig ist, kommt zuerst die Füllfarbe. Wenn Substanz fehlt, kommt zuerst der Füllstoff und danach bei Bedarf die Füllfarbe über die Übergänge. Wenn beides in Ordnung ist und nur der Ton stumpf wirkt, sparst du dir die ganze Strecke und bleibst beim Farbauffrischer. In der Beratung ist genau das die Frage, die wir am häufigsten klären: Die meisten Kunden überschätzen ihren Schaden und unterschätzen die Vorbereitung.

    Entfetten, dünn einziehen lassen, zwischenschleifen, erst dann färben

    Ein Bindemittel bindet nur an das, was es erreicht. Alles, was zwischen Binder und Leder liegt, ist eine Trennschicht — und Trennschichten sind der Grund, warum Lederreparaturen scheitern.

    Deshalb steht am Anfang die Reinigung mit einem Lederreiniger und weicher Bürste, und danach kommt der Schritt, den fast alle abkürzen: die Entfettung mit dem Entfetter COLOURLOCK "Degreaser". Sie ist erst fertig, wenn ein weißes Baumwolltuch keine Verfärbung mehr aufnimmt. Wer stattdessen zu Bremsenreiniger, Aceton oder Brennspiritus greift, entfernt zwar das Fett, greift aber die Gerbung in der Faser an — danach hält auf dieser Stelle kein System mehr, von keinem Hersteller.

    Auf schwierigen, stark silikonbelasteten oder sehr glatten Untergründen kommt vor die Füllfarbe noch die Grundierung: COLOURLOCK "Leather Primer" als Haftbrücke, COLOURLOCK "Blocker" als Sperrschicht, wenn Jeans-Verfärbungen sonst durchschlagen. Bei intaktem, sauber entfettetem Glattleder kannst du diesen Schritt überspringen — bei Altleder mit langer Pflegemittel-Historie besser nicht.

    Dann kommt der Binder, und zwar in mehreren feinen Lagen mit Schwämmchen, Tupfer oder Pinsel. Zwischen den Lagen kurz antrocknen lassen, bei tieferen Unregelmäßigkeiten mit sehr feinem Leder-Schleifpad zwischenschleifen und den Schleifstaub mit einem Mikrofasertuch abnehmen. Die Verarbeitungstemperatur liegt bei etwa 18 bis 24 Grad: Darunter fließen die Polymerteilchen nicht sauber zusammen, darüber trocknet die Oberfläche an, bevor das Bindemittel eingezogen ist.

    Erst danach beginnt der Farbaufbau — je nach Fall mit Farbauffrischer oder deckender Lederfarbe, abgeschlossen mit dem Top Coat als Verschleißschicht. Über die Additive stellst du das Finish ein: Der Crosslinker macht Farbe und Top Coat belastbarer, der Duller senkt den Glanzgrad, Soft Slip und Wax Slip bestimmen den Griff. Am Ende steht der Teil, den kein Produkt abkürzt: Die chemische Vernetzung braucht 24 bis 48 Stunden, und so lange gehören weder Jeans noch rückfettende Pflege auf die Fläche.

    Wo die Füllfarbe endet und der Sattler anfängt

    Ein Bindemittel kann eine geschwächte Struktur zusammenhalten. Eine zerstörte kann es nicht ersetzen — und diese Linie verläuft schärfer, als die meisten erwarten.

    Die erste Grenze ist die Lederart. Anilinleder, Nubuk, Velours und Alcantara sind offenporig und haben gar keine Deckschicht, die stabilisiert werden könnte. Ein Bindemittel sättigt dort die Faserstruktur, macht die Oberfläche steif und nimmt dem Leder genau das, wofür man es gekauft hat. Der Wassertropfen an unauffälliger Stelle klärt das in dreißig Sekunden: Zieht er ein und dunkelt die Stelle ab, gehört das Leder in die Anilinleder-Pflege, nicht unter Binder.

    Die zweite Grenze ist echter Substanzverlust. Ist das Fasergeflecht unter der Narbung gerissen oder durchgestoßen, hält keine Chemie die Zugkräfte, die beim Einsitzen entstehen — die Reparatur reißt wieder auf. Dasselbe gilt für Leder, das durch jahrzehntelange Hitze irreversibel geschrumpft ist und sich anfühlt wie Karton: Dort bricht das Material beim ersten Biegen neben der behandelten Stelle. Wir sagen das lieber vorher als hinterher, weil beide Fälle mit gutem Willen und drei Lagen Binder nicht besser werden.

    Die dritte Grenze ist sicherheitsrelevant und nicht verhandelbar. Sitzwangen mit integriertem Seitenairbag haben eine Sollbruchnaht, die im Auslösefall exakt definiert aufreißen muss. Jedes Bindemittel, jeder Füller und jeder Top Coat versteift dort das Material — an dieser Naht hat nichts davon etwas verloren. Solche Nähte, gelöste Bezüge und durchgesessene Polster sind Sattlerarbeit. Ebenfalls Vorsicht bei perforiertem Leder für die Sitzbelüftung: Der Binder setzt die feinen Poren zu, wenn er zu satt aufgetragen wird, und mit den Poren verschwindet die Funktion.

    Und eine ehrliche Einordnung zum Anspruch: Das hier ist Werkstatt-Chemie, keine Feierabend-Politur. Der Ablauf aus Entfetten, Grundieren, Füllen, Färben, Top Coat und Additiven folgt dem Datenblatt, nicht dem Gefühl, und die Reihenfolge ist nicht optional. Wer den Aufwand nicht will, ist mit dem Farbauffrischer für leichte Fälle ehrlicher bedient — oder mit einem Aufbereiter, der die Fläche in einem Durchgang macht.

    Wann die Füllfarbe dein erster Schritt ist

    Zwei Handgriffe an der Schadstelle klären die Entscheidung schneller als jede Produktbeschreibung: einmal mit dem Fingernagel darüberziehen, einmal einen Wassertropfen aufsetzen.

    Perlt der Tropfen ab und bleibt der Nagel nirgends hängen, während sich die Fläche trotzdem rau, stumpf und faserig anfühlt — dann ist COLOURLOCK "Binder" (Neutral) genau richtig, und zwar bevor irgendeine Farbe ins Spiel kommt. Zieht der Tropfen ein, ist dein Leder offenporig und diese Kategorie die falsche. Hakt der Nagel in einer Bruchkante, kommt erst der Füllstoff.

    Steht die Fläche danach wieder stabil, entscheidet der Farbzustand über den nächsten Schritt: nur stumpf geworden, dann reicht der Farbauffrischer; sichtbar abgerieben, dann die deckende Lederfarbe und darüber der Top Coat. Wer den Aufbau nicht einzeln zusammenstellen will, findet die abgestimmten Kombinationen in den Reparatur-Sets. Eine Ebene höher liegen alle Farbstufen der Marke: Zurück zu Lederfarben von COLOURLOCK, und die komplette Strecke findest du unter Färben & Finish.

    Der Gedanke, der diese Kategorie trägt, ist unspektakulär und macht trotzdem den ganzen Unterschied: Die Füllfarbe ist der einzige Schritt der Färbe-Strecke, den man am Ergebnis nicht sieht — und der erste, dessen Fehlen man sieht. Jede Lederfärbung, die nach Monaten wieder aufreißt, ist die Rechnung für eine Fläche, die nie tragfähig war. Zwei dünne Lagen Bindemittel an einem Nachmittag entscheiden darüber, ob die Arbeit darüber Jahre hält oder eine Saison.

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